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    Das Bunkermuseum ist nicht geöffnet: Winterpause bis Mai 2017 ...  
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  Gefallene Emder Soldaten
Die aufrufbare Zusammenstellung der gefallenen Emder Soldaten wurde inzwischen auf den neusten Stand gebracht, da an einer Veröffentlichung eines Buches mit den Namen und einem Bildteil gearbeitet wird, um den 2.404 Gefallenen wieder ein Gesicht zu geben. Inzwischen liegen ca. 750 Fotografien vor. Sollten Sie noch weitere Aufnahmen, Todesanzeigen oder Briefe von gefallenen Emder Soldaten haben, so würden wir uns freuen, wenn Sie sich mit uns in Verbindung setzen würden. Bei den fett geschriebenen Namen in der Liste liegen bereits Fotos vor. Wir suchen auch weiterhin die Namen gefallener, vermisster und verschollener Emder Soldaten, die im Zweiten Weltkrieg ihr Leben ließen.

Emder Bildfilme 2010 - 2013
 
 
 
  Bunkerbau in Emden
Mit dem Bau von bombensicheren Bunkern wurde in Emden unmittelbar nach dem Erlass des Führers vom 10. Oktober 1940 am 21. November 1940 begonnen. Die erste Baustelle richtete das neu gegründete Luftschutzbauamt Emden am 22. November 1940 ein. Bis der Luftschutzbunker in der Lienbahnstraße am 27. Juni 1941 fertig gestellt war, flogen die englischen Bomber 28 Angriffe auf die Stadt Emden, bei denen 33 Tote und 73 Verletzte zu beklagen waren.  Die Fliegeralarme und Angriffe der „Terrorbomber“ wurden im Wesentlichen des Nachts gegeben und geflogen.
 
  Luftschutz in Emden
"Was der Luftschutz von Euch fordert", wurde bereits 1936 in Merkblättern der Bevölkerung verkündet. Macht Euer Haus luftschutzbereit. So wurden für den Luftschutzkeller die entsprechenden Werkzeuge und weiteren Gerätschaften den Hausbesitzern angeboten. Nicht zu vergessen sind die entsprechenden Luftschutzübungen, wie eine Rote Kreuz Übung am 24. April 1939, auf dem Rathausplatz und die Unterweisungen von Schulkindern und Erwachsenen im Gebrauch der Volksgasmasken. Die erste Befehlsstelle für den Emder Luftschutz wurde bereits 1936 unter Verwaltungsgebäude neben der Gasthauskirche fertig gestellt.
 
  Angriffe auf Emden und Umgebung
Der erste schwere Luftangriff auf die Stadt Emden fand am 13. Juli 1940 in der Zeit von 01.38 - 02.37 Uhr statt, bei dem 54 Sprengbomben abgeworfen wurden. Bei dem Angriff wurden sieben Einwohner getötet, 17 verletzt und 78 obdachlos. Der nächste Angriff erfolgte bereits einen Tag später, bei dem nur geringer Sachschaden entstand. Weitere Bomben fielen am 21. und 29. Juli 1940. In den folgenden Monaten gab es im August zwei und im Oktober vier Angriffe; bei dem Angriff am 24. Oktober 1940 wurde ein Zivilist getötet. Im November griffen britische Bomber zweimal und im Dezember einmal die Stadt an.
 
  Feldpostbriefe in die Heimat
Die Briefe der Soldaten geben die Stimmung teils in der Kaserne, auf dem Transport und an der Front mit ihren ganz persönlichen Nöten und den Gedanken an die Lieben in der Heimat wie mit einem Blick in den Spiegel wieder. Leider sind die Antwortbriefe der Eltern und Geschwister aus Emden an den Sohn und Bruder verschollen. Außerdem sind bei einigen Briefen „Beileidsschreiben“ als Abschriften beigefügt, die als behördliche Schreiben die nationalsozialistischen Redewendungen des „Heldentodes“ eines sinnlos gefallenen jungen Menschen für den Führer und das Vaterland wiedergeben. Alle diese Feldpostbriefe sind aus unserer heutigen Sicht für die Erforschung der Zeitgeschichte außerordentlich wichtige Dokumente, da über diese die Gedanken der damals schreibenden Menschen unmittelbar ablesbar sind.
 
  Berichte im Wochenmagazin der Emder Zeitung
Viele Ausstellungsstücke aus unserem Museum wurden in dem Wochenmagazin der Emder Zeitung in unregelmäßiger Reihenfolge von den Mitarbeitern des Bunkermuseums hier vorgestellt und detailliert beschrieben. Sei es eine Armbinde der Feldgendarmerie Emden, eine Bratsche, eine Bunkerbank oder die Zeitschrift "Unser Wall", die an die Emder Soldaten an allen Fronten des Zweiten Weltkrieges verschickt wurden. Auch über Schießübungen in den Dünen einer ostfriesischen Insel kurz vor dem Ende des Krieges, an denen Jugendliche teilnehmen mussten. Viele Emder Hitlerjungen wurden 1944/45 an der  "Panzerfaust" ausgebildet. Mit dieser Waffe sollten die 15- und 16-Jährigen als „letztes Aufgebot“ die heranrückenden alliierten Panzerverbände aufhalten.
 
   

Fremdarbeiter/Kriegsgefangene in Emden
Nur wenig ist in Emden bisher über die Kriegsgefangenen, Zwangs- und Fremdarbeiter veröffentlicht worden, die in den Arbeits- und den Gemeinschaftslagern während der Kriegszeit von 1939 - 1945 ihr Dasein fristeten. Über das gesamte Stadtgebiet waren die Lager verstreut, von denen aus die Arbeitskräfte unter Bewachung zu den einzelnen Arbeitsstätten marschieren mussten. Insbesondere wurden Kriegsgefangene Polen ab dem 10. November 1940 zum Bau der Luftschutzbunker, die in allen Teilen der Stadt aus dem Boden wuchsen, eingesetzt. Auch holländische Arbeiter wurden zum Ausbau von Straßen den Emder Baufirmen über das Arbeitsamt zugewiesen und in Gemeinschaftslagern untergebracht.

 
 

Zerstörung der Stadt Emden am 6. September 1944
Am 06. September 1944 erfolgte der schwerste Angriff alliierter Bomber auf unsere Stadt, insbesondere auf die Innenstadt, die zu 78 % zerstört wurde. Viele wertvolle Baudenkmäler sowie das Emder Rathaus in der Stadtmitte wurden zerstört. Bis zum Kriegsende 1945 ließen 413 Emder Bürger, Soldaten, Zwangs- und Fremdarbeiter ihr Leben. Die Namen von 12 Wehrnachtsangehörigen konnten bisher von uns nicht ermittelt werden. Nur noch die Luftschutzbunker, denen die Emder ihr Überleben verdanken, ragten aus der Ruinenlandschaft.

 
 

 Emder Luftaufnahmen der Alliierten
Durch den Luftaufklärungsflug der Royal Air Force vom 07. September 1941 wurde die Stadt Emden in zwei Luftbildabschnitten fotografiert. Am 6. auf den 7. Juni 1942 fand auf Emden ein sehr schwerer Angriff statt, der der ebenfalls durch eine Vielzahl von Luftbilder dokumentiert wurde. Auch am 2. Oktober 1943 fand auf Emden ein Luftangriff statt, dessen Auswirkungen einige Tage später durch  einen Luftaufklärer fotografiert wurde. Der Angriff wurde, weil eine geschlossene Wolkendecke vorlag, mittels H2S-Radar geflogen. Zum Kriegsende wurde das gesamte ehemalige Deutsche Reich durch alliierte Luftaufklärer am 7. Mai 1945 abgeflogen, um zusammenhängende Luftbilder der zerstörten Städte, militärischen Anlagen und Verkehrswege zu erhalten. Der Flug Nummer 106 G. 5475 über Emden wurden in drei Abschnitten geflogen.

 
 

Emder Tagebücher als zeitgeschichtliche Dokumente
Frau Maria Barghoorn hat während ihres gesamten Lebens Tagebuch geführt, die einen detaillierten Einblick in das damalige Kriegsgeschehen in Emden 1942, 1943 und 1945 ermöglichen.
Johannes Bergfried schrieb das Wachbuch der Ortsgruppe Ratsdelft. Eine Aufzeichnung der Luftalarme für den Zeitraum Juni 1942 bis zum April 1945 ist hier einsehbar. Alfred Lehmann war während des Zweiten Weltkrieges auf die Schreibstube der Emder Flak kommandiert worden und hat dort nebenbei ein persönliches Tagebuch geführt. Ingesamt wurden von Johann Ross in drei Merkbüchern vom 01.01.1941 - 31.01.1943 besondere Ereignisse, die den Bereich der Emder Feuerwehr betrafen, in kurzen Notizen wiedergegeben. Ingrid Penon hat vom Januar 1941 - 11. Dezember 1943 als 13-jähriges Mädchen sporadisch Tagebuch geführt. In diesem Heft sind die Fliegerangriffe und die Namen der Bombentoten handschriftlich vermerkt, Todesanzeigen und Zeitungsausschnitte eingeklebt.

 
 

Erschienene Schriften des Bunkermuseums
Im Laufe der Jahre sind verschiedene Schriften vom Bunkermuseum herausgegeben worden, die inzwischen fast alle vergriffen sind. Sie können diese hier als pdf-Datei herunterladen. Erschienen sind: "Emden im Luftkrieg 1939 - 1945, Sie gaben ihr Leben", "Flakstellungen um die Stadt Emden", "Kriegsflugblätter - die gewaltlose Beeinflussung", "Der Bombenkrieg über Emden", "Erzählungen aus der Kriegszeit", "Emden - 6. September 1944", "Die Luftschutzmaßnahmen und der Bunkerbau in Emden" sowie "Kinderlandverschickung nach Schwangau". Die Chronik der "Marine Flak-Abteilung 236 Emden" nebst Anhang können Sie hier ebenfalls herunterladen. Die pdf-Datei hat ca. 6,8 MB.

  Kriegsende und Nachkriegszeit
I
n diesem Teil finden Sie Aufnahmen zum Gedenken der
Frauen und Männer der "Ernannten Stadtvertretung" Emdens durch den Militärgouverneur Major Newroth  am 7. Dezember 1945 und des ersten gewählten Rates der Stadt Emden von 1946 - 1948 nach dem Wahlergebnis vom 18. Oktober 1946. Einige Aufnahmen fehlen noch. Oberbürgermeister Georg Frickenstein hielt am 10. Juni 1945 auf den Trümmern des Emder Rathauses eine Rede, die mit den Sätzen begann: "Wenn ich zum ersten Male nach mehr als zwölf Jahren wieder zu meinen Emder Volksgenossen spreche, so darf ich als Motto an den Anfang meiner Ausführungen  das Wort herausstellen: "Ein anderer zog ich aus, ein anderer kehr ich wieder". Pastor Gerhard Brunsema hielt am 6. und 8 Mai 1945 eine Predigt bei der Familie Hinderks und etwas später in dem Barackenlager an der Geibelstraße. Diese Predigt gibt einen kleinen Einblick in die Schwere der Zeit wieder, als keine unserer Glocken die Gläubigen zum Gebet rufen konnten. Die Stadt war eine graue Trümmerstätte.
 
  Allgemeine Berichte zu verschiedenen Themen
Ob Berichte über Walter Barghoorn, der in Italien gefallen ist, oder Gunther Meentzen, der beim ersten Luftangriff auf Emden am 13. Juli 1940 umgekommen ist, finden hier einen Ort der Erinnerung. Es sind kurze Berichte von Angehörigen, die hier die Möglichkeit fanden, lange nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges das Schicksal einzelner Menschen vorzustellen. Wir würden uns freuen, wenn Sie sich in dieser Sache ebenfalls an uns wenden würden, falls Sie über das Schicksal Ihrer Angehörigen berichten möchten.
 
  Errichtung einer wehrhaften Stadt
 
Der erste Vortrag mit Lichtbildern ging als erstes kurz auf die städtebaulichen Planungen der Stadt Emden im Jahre 1916 durch den Berliner Architekten Hermann Jansen ein, der bereits zu der Zeit großzügige Straßendurchbrüche plante. Von den Planungen des Dr. Hans Friedrich Eschebach, der die Planungen von Hermann Jansen kannte, ist nur eine isometrische Darstellung der Innenstadt übrig geblieben. Das nachweislich damals vorhandene Modell, die Detailplanungen und Fotografien sind kurz nach Kriegsende vernichtet worden. Unter Emder Bildfilme könne Sie u.a. weitere Präsentationen über die Stadt Emden aufrufen.
   

Emder Straßennamen im Wandel der Zeiten, Dietrich Janßen, 2011, Juni 2012, 2014

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurden die im NS-Staat neu benannten Straßen und auch weitere Straßennamen, die in irgendwelchem kriegerischen Zusammenhang standen, auch wenn diese aus der wilhelminischen Zeit vor 1918 stammten, geändert. In diesen Zusammenhang möchte ich besonders an den Studienrat Walther Voigt erinnern, der sich in den 60er-Jahren mit der Erforschung der Emder Straßennamen und deren Bedeutung beschäftigt hat.

 
    Archivbestand unserer Seite mit verschiedenen Themen, wie historische Aufnahmen, Briefe und Ausstellung etc. Diese Seite wird laufend ergänzt. Was Sie auf den übrigen Seiten früher fanden, wird hier eingefügt.  
   

 

 
   Stand: 2015-05-03  
  RocknRoll Keller Emden    
  100 Jahre Kino in Emden Dietrich Janssen