in Emden  
      
 

"Emden im Luftkrieg 1939 – 1945, Sie kamen ums Leben", als Schrift des Bunkermuseums, ein „öffentliches Gedenkbuch“ mit den Namen der im Luftkrieg umgekommen Bürger, Zwangs- und Fremdarbeiter…

64 Seiten mit ca. 65 Aufnahmen!

Autoren: Dallinga/Janßen/Klose

Die Broschüre ist vergriffen!

55 Jahre nach der fast vollständigen Zerstörung der Stadt Emden im Zweiten Weltkrieg wurden im Bunkermuseum vier Tafeln mit den Namen der durch Fliegerbomben Getöteten der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Nach unserer Forschung hat sich die Anzahl der Bombentoten auf insgesamt 413 (einschließlich namentlich unbekannter Wehrmachtsangehörige) erhöht. Zusätzlich können Sie hier noch eine Auflistung des ehemaligen Standesbeamten Walter Teßmer herunterladen, der in einem Notizbuch die Namen von Bombenopfern eintrug.

   Broschüre "Emden im Luftkrieg 1939 - 1945" als pdf-Datei  
   Nachtrag der Emder Bombentoten bzw. Berichtigungen, 16.05.2015  
   Bombentote 1940 - 1945, Aufstellung Walter Teßmer, 2000  
 

Flakstellungen um die Stadt Emden, Dietrich Janßen, 2016

Die Luftverteidigung Emdens gegen einfliegende feindliche Bomber während des Zweiten Weltkrieges bestand aus zahlreichen schweren Flakbatterien, die um die Stadt gruppiert waren. Vor und während des Krieges übernahmen in den Hafenstädten die Marineflakartillerie-Abteilungen die Verteidigung des Luftraumes. Die Marinestandorte Wilhelmshaven und auch Emden galten auf Grund der Hafenanlagen sowie der Werften als Luftangriffsziele erster Priorität. In diesen Bereichen hatte die Marine bereits in der Vorkriegszeit einige Stellungen errichten lassen, um die Hafenbereiche schützen zu können. Bild: Doppellafette 10,5 cm Larrelt

  Die Marine-Flak-Abteilung 236, Emden, Dietrich Janßen, 2001

Eine detaillierte Ausarbeitung des Kriegsgeschehens der militärischen Stellen in Emden aus der Zeit von 1939 - 1945 lag bisher nicht vor. Die vorliegenden Abschriften wurden jeweils als Teil für eine gesamte Chronik des Kommandos Marine-Flak-Abteilung 236 in Emden erstellt und geben einen offiziellen Einblick in das militärische „Alltagsleben“ in den Flakbatterien, Scheinwerferstellungen sowie Sperr-Abteilungen um die Stadt Emden wieder. Die Schriftstücke, als amtliche Schreiben der Batterien verfaßt, geben das Leben der Soldaten, so wie es damals gesehen werden mußte, wieder. Die Chroniken berichten über den Aufbau der Batterien, Bewaffnung der Stellungen, Beförderungen und Abkommandierungen vieler Soldaten an die Front, namentliche Nennung der Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften, der Marinehelferinnen und Helfern in den Jahren 1943 und 1944.

 
 
 

Kriegsflugblätter - die gewaltlose Beeinflussung, Dietrich Janßen, 1998/2001

Nach einer Aufstellung wurden allein von England aus während des II. Weltkrieges insgesamt 6.500.000.000 Flugblätter in 29 Sprachen über Westeuropa abgeworfen. Dieser Bereich hatte damals eine Gesamtbevölkerung von 200 Millionen. Demnach wären statistisch 32,5 Flugblätter pro Kopf der Bevölkerung eingesetzt worden. Aus einem britischen Bericht geht hervor, dass im Winter 1939 drei bis vier deutschsprachige Flugblätter im Monat hergestellt wurden, während es 1943 schon 50 bis 60 Exemplare in zehn oder mehr Sprachen waren. Es werden für Europa 30 bis 40.000 unterschiedliche Ausgaben vermutet, von denen etwa 20 Milliarden Stück von den Alliierten in den von den Deut­schen besetzten Ländern abgeworfen wurden.

 

Am Tage danach... 1945, Dietrich Janßen, 2003, 2008

Für die einen Befreiung, für die anderen Niederlage, für viele gab es kein danach. Sie kamen in den Konzentrationslagern, in den Gefängnissen des NS-Staates, während der Zwangsarbeit, im Bombenkrieg, an der Front, in den Kriegsgefangenenlagern oder auf der Flucht um. Und auch danach war das Sterben noch nicht zu Ende, da viele Menschen verhungerten oder erfroren. Am 09. Mai 1945 um 00.01 Uhr schwiegen in Europa die Waffen. Der NS-Staat und die deutsche Wehrmacht hatten mit der bedingungslosen Kapitulation aufgehört zu existieren. Es gab Sieger und Besiegte.Kurz vor dem Kriegsende erließ Adolf Hitler den „Nero-Befehl“, der die Lebensgrundlage des deutschen Volker zerstören sollte. Der von Hitler erlassene Zerstörungsbefehl vom 19. März 1945 sagte aus, dass unter Ausnutzung aller Mittel, die Kampfkraft des Feindes zu schwächen, um sein weiteres Vordringen in das Reichsgebiet zu verhindern.
 
 

Der Bombenkrieg über Emden, Dietrich Janßen, überarbeitet Sept. 2005

Der Ausbau der Luftschutzkeller sowie die ersten Luftangriffe auf Emden werden beschrieben. 1940 Beginn des Baues der Luftschutzhoch- und Splitterschutzbunker in unserer Stadt. Im Anhang der Aufzeichnung befindet sich eine Kurzbeschreibung  über einzelne Luftangriffe auf Emden vom 17.07.1940 - 06.05.1945  des Deddo Hagen, Richardstraße, der den LS-Bunker in der Lienbahnstraße als Bunkerwart beaufsichtigte.

 
  Luftschutzmaßnahmen und der Bunkerbau in Emden, Dietrich Janßen, 2005
 Die Entstehung des Luftschutzes fiel bereits in die Zeit der Weimarer Republik. Der Deutsche Luftschutz wurde 1927 gegründet und die ersten Richtlinien lagen 1925 vor. Der Reichsluftschutzbund wurde von den Nationalsozialisten bereits 1933 gegründet und auch viele Emder traten in den Reichsluftschutz ein. Die erste Luftschutzzentrale befand sich im Emder Telegrafenamt und später dann unter dem Gasthaus.
 
  

Erzählungen aus der Kriegszeit, Marten Klose, 1996

Die nachstehenden Erzählungen sind wahre Begebenheiten, die kurz vor dem Ausbruch bzw. während des II. Weltkrieges geschehen sind. Die Orte der Handlungen und die beteiligten Personen sind austauschbar, da die Schrecken des Krieges überall gleich waren. Ob in Berlin, Stuttgart, Frankfurt, in der Normandie, an der Ostfront oder in Afrika. Daneben gab es Begebenheiten, die den Leser schmunzeln lassen. Trotz der tragischen Ereignisse gab es immer wieder Situationen, die den Krieg in weite Ferne rücken ließen.

 
 

Emden - 6. September 1944, Marten Klose, 1997

Der 6. September 1944 - viele ältere Emder Bürger erinnern sich ungern an den Tag, als ihre Stadt in nur 26 Minuten zerstört wurde. Sie kamen aus ihren Bunkern und fanden von dem alten Stadtbild nichts mehr vor. Selbst der Straßenverlauf sowie der Stadtgrundriss waren in der Trümmerwüste nicht mehr erkennbar. Nun besaßen sie nichts mehr, nur ein paar Habseligkeiten, die sie in ihren Koffern im Bunker aufbewahrten. Dank der vielen öffentlichen Luftschutzbunker waren nur relativ wenige Tote zu beklagen.

 

Die Luftschutzmaßnahmen und der Bunkerbau in Emden, Dietrich Janßen, 1997, überarbeitet 2006

Nur wenige Vorbereitungen waren für den baulichen Luftschutz für die Bevölkerung der Stadt Emden bei Ausbruch des Krieges am 01. September 1939 eingeleitet worden. Unter anderem wurde im Keller eines Anbaues der Gasthauskirche an der früheren Kleinen Brückstraße 1938 eine Befehlsstelle für den taktischen zivilen Luftschutz in Emden in Betrieb genommen, von der aus bei einem Angriff die Luftschutzmaßnahmen, die Sicherheits- und Hilfsdienste, die städtische Feuerwehr sowie die Mitglieder des Reichsluftschutzbundes koordiniert werden sollten.

 
  Kinderlandverschickung nach Schwangau, Chris.-G. Dallinga, 2000
Kinderlandverschickung nach Gars, Johann Roll, 2002
Emder Kinderlandverschickung hat begonnen, 6. Februar 1941

Rundschreiben zur Kinderlandverschickung vom 27. September 1940

Im September 1940 ordnete die „Reichsführung“ die "Erweiterte Kinderlandverschickung" (KLV) an. – Dies war die Antwort auf die sich verändernde Kriegslage mit immer stärkeren Luftangriffen der Alliierten auf die Städte des Reichsgebietes. Und nicht nur „kriegswichtige“ Ziele wurden angegriffen, sondern verstärkt wurde auch die Zivilbevölkerung betroffen. Mit der Organisation der "KLV" betraute Hitler seinen ehemaligen „Reichsjugendführer“, jetzt Beauftragter für die Jugenderziehung des Deutschen Reiches, Baldur von Schirach. Ab 1940 nahmen die Luftangriffe auf Emden so stark zu, dass ein geordneter Schulbetrieb nicht mehr gewährleistet war. Wir bitten Zeitzeugen um Mithilfe. Bilder, Tagebücher und Briefe aus der "KLV" werden im Bunkermuseum gesammelt.

   Stand: 2013-05-26  
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