in Emden  
   Stand: 21.10.2016 
  Anweisungen zur Sicherung von Kulturgut und Kunstschätzen 1938 - 1946, Dietrich Janßen, 2016
Die erste Anordnung kam kurz vor der Besetzung des Sudetenlandes durch die deutsche Wehrmacht am 01.10.1938. Auch während der so genannten Sudetenkrise, der tschechischen Mobilmachung am 20.05.1938 und dem Geheimbefehl Hitlers zur Zerschlagung der Tschechoslowakei vom 30.05.1938, gab es Überlegungen in dieser Richtung. Diese wurden jedoch in Emden nicht unmittelbar umgesetzt. Vor der Besetzung des Sudetenlandes wurden ab dem 20.09.1938 in Emden die wertvollsten Kunstgegenstände aus dem alten Emder Rathaus, welches am 6. September 1944 völlig zerstört wurde, in Sicherheit gebracht. Dieses galt auch für die Sippenbücher und anderes Schriftgut der "Kunst" und aus der Stadtverwaltung. Als Anlage füge ich eine Abschrift zur Sicherung des Emder Schriftgutes u.a. aus der Zeit 1938 - 1946 bei
.
 
 

Erinnerung an den ersten Bombenangriff. EZ 2000

Vor 60 Jahren hatte dieser Hilfsdienst (SHD) seinen ersten Einsatz. Johanne Wengel erinnert sich genau, denn ihr Vater Gerhard Obes gehörte mit dazu. „Im Privatleben waren die Mitglieder Kaufleute, Handwerker und Angestellte“, berichtete die 71-jährige.

 
 

Personal der LS-Polizei Emden, 1939 - 1945, Dietrich Janßen, 2006

In verschiedenen Akten des Luftschutzes und der LS-Polizei wurden die Namenslisten der eingesetzten Feuerwehrleute im Bereich der Stadt Emden sowie die Feuerwehr-Gruppen der benachbarten Gemeinden Leer, Norden und Aurich gefunden. Ebenfalls wurden in Emden 61 Ukrainer in der II. FE-Bereitschaft eingesetzt.

 
 

„Akute Luftgefahr“ für Emden und Meldungen des Drahtfunks, Dietrich Janßen, 2008, und Rudolf Büttner, Emden, 2007

In den Jahren 1944/1945 wurden neue Signale für die "Öffentliche Luftwarnung", die Alarmierung in frontnahen Gebieten mit sofortiger Wirkung geändert sowie der Kleinalarm im Luftschutz eingeführt. Auch mussten neue Verhaltensregel der Bevölkerung mitgeteilt werden, wenn sich Tiefflieger näherten. Ton-Luftlagemeldungen können über eMail: bunkeremden@aol.com angefordert werden.

 

Luftschutz Führerweisung vom 10. Oktober 1940

Anweisung des RdLuObdL vom 13. Oktober 1940

Rede des Reichsministers Todt zum Luftschutz am 16. Oktober 1940

Besprechung Luftschutz in Berlin am 17. und 18. Oktober 1940

Es werden hier verschiedene Weisungen zum Luftschutz vorgestellt, die zu einem beschleunigten Ausbau des Luftschutzes und zum Bunkerbau im Deutschen Reich führten. An der Besprechung in Berlin am 17. und 18. Oktober 1940 haben auch Vertreter der Stadt Emden teilgenommen.

 

Der Luftschutzwart und die Luftschutzgemeinschaft, Dietrich Janßen, Emden, 2003, Abschrift

Der Luftschutzwart hat alle Mitglieder der Hausgemeinschaft zu beraten, die technischen Maßnahmen vorzubereiten und nach Aufruf des Luftschutzes durchzuführen. Beim Alarm, während des Luftangriffs und nach der Entwarnung sorgt er für Ordnung im Hause und hilft zusammen mit der Hausfeuerwehr den Nachbarn als Glied der Luftschutzgemeinschaft.

Flammschutz Albert - verzögert Brandschäden, Dietrich Janßen, Emden, 2002

Auf Grund des § 7 der Ersten Durchführungsverordnung zum Luftschutzrecht vom 18.4.1941 (Reichsgesetzblatt RGBl. I S. 212) wurde der örtlichen Luftschutzleiter der Stadt Emden - Oberbürgermeister Renken -  ermächtigt, den Eigentümern der in der Stadt vorhandenen wichtigen Bauwerke die Behandlung der hölzernen Bauteile in Dachgeschossen und Turmbauten mit Feuerschutzmittel durch polizeiliche Verfügung als Pflicht aufzuerlegen.

 

Vorläufige Ortsanweisung für den Luftschutz der Zivilbevölkerung, Dietrich Janßen, Emden, 2002

Bereits am 28.07.1933 erließ die Reichsregierung in einem Erlass eine Ortsanweisung des zivilen Luftschutzes sowie in der weiteren Zeit der Regierungspräsident in Aurich weitere Verfügungen, damit bei der Einrichtung von Luftschutzräumen in Dienstgebäuden unzweckmäßige Bauten und unnötige Kosten vermieden wurden.

 
 

Aufruf des Luftschutzes in Emden am 01.09.1939

In der Ostfriesischen Tageszeitung (OTZ) wurde am 01. September 1939 der Luftschutz ausgerufen und die Bewohner der Stadt zum Aufsuchen der Sammelluftschutzräume bei Fliegeralarm aufgefordert.  Bei Ausruf des Luftschutzes waren in Emden bereits 76 öffentliche Sammelschutzräume hergerichtet und durch Hinweisschilder bezeichnet worden. In den folgenden Jahren wurden für die Bevölkerung Luftschutzbunker errichtet, da Emden zu den Luftschutzorten I. Ordnung zählte.

 
 

Die Luftschutzgesetzgebung von 1933 - 1944, Dietrich Janßen, 2009-09-30, 2016

Bisher wurden von mir aus den Reichsgesetzblättern, Ministerialblättern und sonstigen  Erlassen aus der Zeit von 1933 - 1944 die Luftschutzgesetzgebung, deren Ausführungsbestimmungen und Verordnungen der damaligen Reichsregierung im NS-Staat gesammelt und zusammengeführt. Dabei wurde deutlich, dass der Luftschutz im "Dritten Reich" in bisher 83 aufgefundenen Gesetzen sowie weiteren Ausführungsbestimmungen u.a. geregelt wurde. Die hier unter Hinweise zum "Luftschutz aus dem Kommunalen Gesetzgebungs-Archiv des Gemeindetages 1940, Seite 527" aufgeführten Runderlasse liegen mir nicht vor.

 
 

Gebote zum Luftschutz und LS-Merkblätter

In der Ostfriesischen Tageszeitung (OTZ) wurden die 10 Gebote zum Luftschutz gefunden, die hier als Abschrift wiedergegeben werden. Des weiteren wurden als Abschriften die LS-Merkblätter zum Schutz der Fensterscheiben bei Fliegerangriffen, Beachtung bei Fliegerschäden, Hausfeuerwehr und für die Bevölkerung angehängt. Weitere Merkblätter wie künstlicher Nebel, Wasserversorgung im Lu-Ort Emden sowie zum Schutz von Lebens- und Futtermittel sowie Bedarfsgegenständen sind vorhanden.

 
 

Bunkerbelegung der Ortsgruppe Bentinksweg, Emden

Durch eine Polizeiverordnung wurde im Bereich der Ortsgruppe Bentinksweg die Bunkereinteilung und die Unterbringung von Koffern für die Bevölkerung neu geordnet. So konnte jede Familie nur einen Koffer in den für sie zuständigen Bunker lagern. Truhen, große Kisten u.a. wurden vorerst nicht mehr angenommen. Die Bunkertüren mussten rd. 20 Minuten nach dem Alarm geschlossen werden. Wer nicht rechtzeitig da war, wurde gezwungen, einen Luftschutzkeller aufsuchen.

 
      
   zurück<<