in Emden

 

 

 

 

 

Texte zur Ausstellung des Bunkermuseums

 

Das Bunkermuseum e.V., Hillgriet Eilers
Emden, die nordwestlichste deutsche Hafenstadt an der Nordsee, wurde einst wegen ihres idyllischen, von Wasserläufen durchzogenen Stadtbildes „Venedig des Nordens“ genannt. Heute ist Emden mit seinen 52.000 Einwohnern ein moderner Ort, in dem man wenige Zeugnisse einer Vergangenheit vor dem 20. Jahrhundert findet. Zwar hat die größte Stadt Ostfrieslands einige Attraktionen zu bieten - wie die Kunsthalle des Stifters Henri Nannen, das Ostfriesische Landesmuseum, die Johannes a Lasco Bibliothek und den Ratsdelft mit den Museumsschiffen -, doch das, was dem Ortsfremden als erstes ins Auge springt, sind die hässlich grauen, fensterlosen Betonkolosse, die zu Emden gehören scheinen wie zu keiner anderen Stadt: die Hochbunker. Die noch heute existierenden 31 Luftschutzbunker, in etwa gleichmäßigen Abständen über die Stadt verteilt, zählen zu den höchsten Gebäuden Emdens.

 

 

 

 

Das Bunkermuseum in Emden, ein Museum von Emdern - nicht nur für Emder, Dietrich Janßen
Nach der Gründung des Arbeitskreises Bunkermuseum e.V. im März 1994 hat es Gespräche zwischen der Stadt Emden und dem Bundesvermögensamt um eine Überlassung des LS-Bunkers Holzsägerstraße gegeben, um eine aktivierende Ausstellung über zwei Etagen des hergerichteten Schutzraumes der Bevölkerung zeigen zu können. Die kleine Präsentation, die 50 Jahre nach der fast völligen Zerstörung der Stadt Emden am 6. September 1944 eröffnet wurde, sahen innerhalb von 30 Tagen mehr als 4.000 Besucher. Es war dieses das erste Mal nach dem Kriege, dass ein Luftschutzbunker überhaupt von den Emdern betreten werden konnte. Die große Resonanz der Bürgerinnen und Bürger war selbst für den jungen Arbeitskreis überraschend. Eine Eintragung in Besucherbuch forderte „Hoffentlich immer ein Museum".
Das Bunkermuseum in Emden, englischer Text
Das Bunkermuseum in Emden, russischer Text

 

Beeindruckende Erinnerungen an Luftalarm und Bombenhagel, Thomas Klaus, 2005

 

Das Bunkermuseum Emden, Nicole Mehring, 2005

xxxxx

 

Unterwegs - Hinter dicken Mauern, Thomas Klaus, Quelle Landwirtschaftsblatt Weser-Ems

 

 

Uwe Ochsler, Aussen-Welten-Innen-Welten

 

zurück<<