in Emden
     
 

Lüftungsanlagen in Emder Luftschutzbunkern, Dietrich Janßen, März 2010

Führend bei dem Einbau von Belüftungsanlagen in den Emder Bunkern waren die Firmen Auer-Gesellschaft, Berlin, und Walter Osthoff, Wuppertal-Elberfeld, die in den Bunkerbauakten des Luftschutzbauamtes Emden sehr häufig vertreten sind. Heute sind nur noch Teile einer Bunkerbelüftungsanlage in dem LS-Bunker der Rettungsstelle hinter der Allgemeinen Ortskrankenkasse in der Straße Zwischen beiden Bleichen vorhanden.

 
 

Aus Emder Bunkern werden "Nutzgebäude": Entfestigung von Bunkern in der Stadt Emden 1946 - 1950, Dietrich Janßen, 2006, 2007, Juli 2008

Entfestigung von Bunkern im Hafenbereich Emdens, Dietrich Janßen, 2007

Aufgrund des Kontrollratsgesetzes Nr. 23 der Alliierten sollten alle zivilen oder militärisch genutzten Bunker in Deutschland gesprengt werden. Im Bereich der Stadt Emden standen insgesamt 35 große Bunker.

D.B.-Nummern der Emder Bunker 6. November 1947, aufgestellt Dietrich Janßen, 2006

Geplante Nutzungsübersicht der ehemaligen Emder Bunker vom 30. September 1947, aufgestellt Dietrich Janßen, 2006

 

Brandwache Klein Albringswehr in Emden, Dietrich Janßen, Emden, Juni 2007

In den Bauakten zu den zerstörten Wohn- und Geschäftshäusern der Stadt Emden, bei denen die Grundstücke heute nicht mehr bestehen, fand sich unter der Nr. 63/234a ein Bauantrag des Luftschutzbauamtes Emden vom 4. November 1943, der sich mit dem Bau einer Brandwache auf dem Hofgrundstück Albringswehr beschäftigte.

 
   

Splitterschutz für Linienverzweiger der Reichspost in Emden, Dietrich Janßen, 2007

Genau wie die Trafostationen waren die Schaltstellen, so genannte Linienverzweiger, über die das kriegswichtige Telefon- und Telegrafennetz der Wehrmacht, Post- und Luftschutzleitung liefen, mit einem Splitterschutz zu versehen. Wie die Transformatoren waren die Linienverzweiger schwer zu beschaffen bzw. herzustellen.

 
 

Verbunkerte Transformatorenstationen im Stadtgebiet Emdens, Versorgungsanlagen zur Stromverteilung, Einzel- und Bunkeranbauten, Dietrich Janßen, Emden, 2007

Verbunkerte Transformatorenstationen in Emden, Bildergalerie, Aufnahmen Dietrich Janßen, 2007

Im Rahmen des Bunkerbauprogramms der zweiten Welle in Emden wurden zusätzlich an einigen Luftschutzbauten ab 1942 Bunkertransformatorstationen und weitere kleinere, freistehende verbunkerte Anlagen errichtet, um die Stromversorgung im Stadtgebiet aufrecht erhalten zu können.

 
 

Tobrukstände im Stadtgebiet Emden, Dietrich Janßen, Emden, 2007, 2015

Tobrukstände im Stadtgebiet und in Osterhusen ("Koch-Stand" ) und Erdstellung Frisiastraße, Bildergalerie, © Dietrich Janßen, Emden, 2007, 2015

Zum Kriegsende wurden zur Verteidigung der Festung Emden Tobrukstände errichtet, von denen nur noch einige wenige vorhanden sind. Dieses gilt auch für die Erdstellungen, die alle restlos beseitigt wurden. In den heutigen Luftbildern sind keine Störungen, die auf evtl. Stellungen schließen könnten, mehr erkennbar.

 
 

Die Zickzackgräben im Stadtgebiet Emdens, Sonderform des Bunkerbaues nach der Beendigung der Bunkerzusatzbauten, Dietrich Janßen, Emden, 2007

In den abgelegenen Vororten wie Tholenswehr, Wolthuser Landstraße, Borssumer Feldmark (Barackensiedlung) und Hilmarsum sowie im vorderen Teil der Neuen Heimat und an der Auricher Straße, besonders hinter der Kaserne, war der Weg zu den neuen Luftschutzbunkern sehr weit, so dass viele der Bürger diese nicht innerhalb kürzester Zeit erreichen konnten. So errichtete in diesen Bereichen kleinere Splitterschutzbauten mit einer Wandstärke von 0,40 m und die Decke maß 0,60 m.

 
 

Errichtung eines Luftschutzraumes für jüdische Bürger in Emden, Dietrich Janßen, 2006

Der Kreisleiter Bernhard Horstmann ordnete an, dass u.a. auf dem ehemaligen Grundstück der Synagoge am Sandpfad durch und für die jüdischen Mitbürger ein Luftschutzraum angelegt wird. Die Ausgrenzung der jüdischen Bürger wurde durch die Kreisleitung Emden weiter fortgesetzt und auch im Bereich der Versorgung massiv betrieben.

 
 

Enteignungsverfahren im Rahmen des Emder Bunkerbaues 1940/1942, Dietrich Janßen, Emden, 2004

Beispielhaftes Enteignungsverfahren für die Übernahme des Grundstückes Schulstraße, Luftschutzbauamt Emden/ Clementiner Brüderschaft, zur Errichtung eines Luftschutzbunkers durch die Stadt Emden gegenüber der Großen Kirche. Heute steht an dieser Stelle der Archivbunker des Stadtarchivs Emden in der Kirchstraße.

 
 

Betonieren von Decken und Wänden mit Braunschweiger Schutzbewehrung, Dietrich Janßen, 2003

Bei der Durchsicht der Akten des Luftschutzbauamtes zur Errichtung von Luftschutzbunkern in Emden wurde zum Betonieren von Wänden und Decken mit Braunschweiger Bewehrung die nachstehende Anweisung aufgefunden. Alle Bunker der Zeiten Welle wurden in dieser Bewehrung ausgeführt. Die vorher errichteten Luftschutzbunker besaßen eine Gitterraumbewehrung bei einer Bunkerwandstärke von 1,10 m. Die Decke hatte eine Dicke von 1,40 m.

 
 

Die Brandwachen und Luftschutz-Splitterschutzzellen im Stadtgebiet Emden, Dietrich Janßen, 2012

Bisher wurden 38 Brandwachen und -keller in den Akten der Baupolizei Emden gefunden. Viele der Bauten wurden nach dem Kriege abgebrochen, da diese das Straßenbild verschandelten. Nur wenige werden heute noch als Abstellräume genutzt oder sie wurden, um die Abbruchkosten nicht aufbringen zu müssen, eingegrünt.

 
 

Aufstellung aller Luftschutzbunker in Emden, Dietrich Janßen, 2009-02-17

Innerhalb des Stadtgebietes Emden wurden verschiedene Bunkerbauten erstellt, die vom Luftschutzbauamt geplant und auch seitens der Bauleitung von dort aus beaufsichtigt wurden. Neben den zivilen Bunkern wurden auch noch Anlagen errichtet, die von der Hafenwirtschaft, den Werften und den militärischen Stellen geplant und ausgeführt wurden.

 
 

Bunkerbau in Emden - LS-Bunker Holzsägerstraße, Dietrich Janßen, 2006 sowie

Die Luftschutzmaßnahmen und der Bunkerbau in Emden, Dietrich Janßen, 1997, überarbeitet 2003

Die seinerzeit Verantwortlichen in der Stadtverwaltung Emden, insbesondere der damalige Oberbürgermeister Renken, erkannten bereits frühzeitig, wie wichtig der Schutz der Bürger vor Bombenangriffen war.

 
 

Aktenverzeichnis des LS-Bunkerbaues in Emden (Stand vom 2001-11-07), Dietrich Janßen

Die aufgeführten 126 Akten zum LS-Bunkerbau in Emden wurden in einem Aktenverzeichnis niedergelegt und die Bestände durchgesehen, damit gezielt nach Themen in diesem Bereich geforscht werden kann. Auf Grund der Empfindlichkeit der Schriftstücke kann nur in einem beschränktem Umfang eine Einsicht gewährt werden.

 
 

Vorbericht über den Bunkerbau vom 17.06.1942, Dietrich Janßen

Dieser Vorbericht wurde aufgestellt vom Luftschutzbauamt der Stadt Emden für den Oberbürgermeister Renken, der anlässlich eines Besuches des Gauleiters Wegener einen Vortrag zum Bunkerbau hielt. Die Luftschutzbunker wurden wegen der großen Nähe der Stadt gegenüber England errichtet und es sind gleich zu Anfang des Krieges Angriffe auf unsere Stadt befürchtet worden.

 
 

Reichsminister Speer in Emden am 22.08.1942, Abschrift Dietrich Janßen, 2003

An diesem Tag fand im Zimmer des Oberbürgermeisters Renken eine Besprechung statt, in der Vorträge vor dem Reichsminister Speer zum Bunkerbau, Wiederaufbau und zur Situation Emdens gehalten wurden. Auch der Kreisleiter Everwien ergriff das Wort, in dem er auf die Kinderlandverschickung einging.

 
 

Vom 1. bis zum 1.000 Fliegeralarm in Emden, Dietrich Janßen, überarb. 2004

In den Bunkern herrschte das gewohnte Bild: Omas und Opas, die Mütter mit ihren Kindern, die Schuljugend und die Arbeiter aus den Betrieben hatten ihren „Stammplatz“ eingenommen und waren als altbekannte Bunkerkameraden bald ins Gespräch gekommen. Bald war man sich darüber im klaren, dass Emden diesmal nicht gemeint sei.

 
 

LS-Bunker der 1.; 2. Welle sowie Zusatzbauten, militärische Nutzung, 2007

LS-Bunkerfertigstellungsdaten im Bereich der Stadt Emden,

LS-Bunker der Stadt Emden, Sitz- und Liegeplätze, verbauter Beton,

Durchschnittliche Kosten und verbauter Beton je LS-Schutzplatz,

LS-Bunker nach Gründungsarten, verbauter Beton je Schutzplatz,

Dietrich Janßen, 2003-10-09

LS-Bunker Emden, Raum- und Nutzflächenangaben, Dietrich Janßen, 2006

Für den Bau der zivilen Luftschutzbunker in der Stadt Emden sind vom Deutschen Reich insgesamt 20 Millionen RM aufgewendet worden. Vom Luftschutzbauamt Emden wurden insgesamt 27 Luftschutzbauten mit 14.586 Sitz- und Liegeplätze erstellt.

 
   Stand: 2013-05-21 
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