in Emden  
     
  Aus Trümmern sich erhoben, Zerstörung und Wiederaufbau einer Stadt, Dietrich Janßen, 2015
In Zusammenarbeit mit dem Ostfriesischen Landesmuseum entstand dieser kleine Bildfilm als Zusatz zur gleichnamigen Ausstellung, die vom 6.12.2015 bis zum 24.04.2016 im Rathaus am Delft zu sehen war. Ein Besuch ist empfehlenswert, um sich die stadtbauliche Entwicklung unserer Stadt näher anzusehen.
 
  Emden, ein verlorenes Stadtbild, Dietrich Janßen, 2015
Im Wartberg-Verlag erschien 2000 das Buch "Emden, ein verlorenes Stadtbild". Es war das erste Mal, dass der Bildband in einem anderen Verlags-Format mit einem Gesamtbild erschien. Insgesamt wurden 3000 Exemplare herausgegeben. Erschien 1950 im Gerhardt-Verlag das Buch "Emden - Stadt im Strom der Zeit" von Arnold Beirich, so kam 1978 der zweite Teil heraus, geschrieben von Reinhard Bruns. Das Bildmaterial stammte zum Teil aus meinem Archiv.
Für alle Freunde des alten Emdens stelle ich hier die Bilder noch mal zur Verfügung.
 
  Ein Gang durch Alt-Emden, Dietrich Janßen, 2013
Etwa 100 Farbdias, die Dr. Reinhard Brillmann in den Jahren 1938 - 1941 aufnahm, werden hier als Bildfilm zu sehen sein. Ein kleiner Film, der Emden vor der Zerstörung zeigt und in in dessen Mittelpunkt das alte Emder Rathaus steht. Der Ratsdelft, die Altstadt, Straßenzüge, Wasserflächen und Gebäude geben einen Eindruck wieder, wie Emden damals ausgesehen hat. Zeitdokumente, die glücklicherweise erhalten blieben.
 
  "11. Dezember 1943 Angriff auf Emden", Dietrich Janßen, 2013
Anlässlich des 70. Jahrestages, am 11. Dezember 1943, stellen wir einen weiteren Bildfilm, der jetzt die Zerstörung eines Teiles der Innenstadt durch einen amerikanischen Bombenangriff zeigt, auf unsere Internetseite. Die Große Kirche in der Kirchstraße, die "Kunst" in der Großen Straße, das Museum der Naturforschenden Gesellschaft am Mühlentrift und viele Wohn- und Geschäftshäuser gingen bei diesem Luftangriff verloren. Auch Besatzungsmitglieder des amerikanischen Bomberverbandes und Emder Bürger sowie Wehrmachtsanghörigen verloren dabei ihr Leben.
 
  Die Emder Straßenbahn von 1902 - 1953, Dietrich Janßen, 2013
Am 22. Februar 1902 fuhr die "Elektrische" das erste Mal von der Endhaltestelle Alter Markt zur Westmole in den Außenhafen. Die letzte Fahrt unserer Straßenbahn fand am 30. April 1953 statt, bei der viele Emder die Straßen säumten. Ein Stück Emder Stadtgeschichte ging verloren. Besonders große Schäden erhielt die Kleinbahn während des Zweiten Weltkrieges. Einige Trieb- und Beiwagen gingen in dieser Zeit verloren. Die Endhaltestelle nach dem schweren Angriff am 6. September 1944 war bei der Commerzbank Am Delft.
 
  "Die Emder Gasthauskirche", Dietrich Janßen, 2013
Am 21. Juli 1938 brannt die Emder Gasthauskirche an der Kleinen Brückstraße hinter dem Rathaus. Der Emder Lehrling Bernhard Tiddens wurde von den Nazis verdächtig, die Kirche mit einer Lötlampe in Brand gesetzt zu haben. In Wirklichkeit war die Kirche ein Dorn im Auge der Nazis, die diese weg haben wollten. Es war damals der größte Brand in Emden und viele Emder zogen als Schaulustige zur Brandruine. Kurz darauf wurden die Ruine und die Häuser an der Kleinen Brückstraße abgebrochen. Einige Jahre später wurde unsere Stadt durch Luftangriffe mit Spreng- und Brandbomben im Zweiten Weltkrieg zerstört, der durch die Nazis verursachte wurde. Hier werden viele Aufnahmen zum ersten Mal zu sehen sein, die beim Brand durch Emder Fotografen aufgenommen wurden.
 
  Emden 1936 - 1964, Dietrich Janßen, 2013
 Dieser Bildfilm gibt bisher wenig bekanntes Bildmaterial wieder, dass das Gebäude der "Kunst" in der Großen Straße vor dem Zweiten Weltkrieg und seine Zerstörung am 12. Dezember 1943 sowie dessen Abbruch durch Fremdarbeiter zeigt. Des weiteren sind
Aufnahmen vom Wiederaufbau zusehen, Menschen in den Trümmern, die den Schutt beseitigen, Baracken auf dem Neuen Markt und dem Stadtgarten. Was wird aus Schreyers Hoek. Aufnahmen des Ratsdelftes mit der Grenzland und zum Schluss das neu erbaute Emder Rathaus.
 
  Unser Emder Rathaus in Bildern 1939 - 1962, Dietrich Janßen, 2012
 Verschiedene Bilder des alten Rathauses vor dem Zweiten Weltkrieg, dessen Zerstörung, die Ruine in den 50er Jahren und dem anschließenden Wiederaufbau sind hier zu sehen. Zum Schluss erfolgte im neuen Festsaal des Hauses die feierliche Einweihung des neuen Rathaus durch den Oberbürgermeister Susemihl. Der Bremer Architekt Wessels entwarf das neue Rathaus in dem das Ostfriesische Landesmuseum und die "Kunst" ihren sitz hat.  Immer wieder sehenswert ist die Gemäldesammlung und die Rüstkammer.
 
  Emden 1943, Errichtung einer wehrhaften Stadt, Dietrich Janßen
 
Die Planung der Hochbunker im Emder Stadtgebiet sollten den wehrhaften Willen einer verbunkerten Stadt nach außen zeigen, da für die Nationalsozialisten der Luftschutz ein Teil der militärischen Reichsverteidigung darstellte. Dieses wird besonders an dem LS-Bunker beim Gymnasium (heute „Thiele-Tee“ Bunker an der Auricher Straße) sichtbar, der wie der Oberbürgermeister Renken am 18. Dezember 1941 in einer Sitzung berichtete, einen schönen Anblick bei der Einfahrt in die Stadt geben werde. Es sollte noch ein 60 m hoher Bunkerturm errichtet werden, von dem ein schöner Blick über die Stadt möglich sein werde. Nach dem Kriege sollte dort ein Glockenspiel hineinkommen. Die Entwürfe zum Bunkerbau wurden im Wesentlichen von Alfred Langeheine gefertigt.
 
  Emden 1944 - 1947, Dietrich Janßen, 2011
 Viele Aufnahmen, die hier zu sehen sind, machte Georg Fokuhl, der den Wiederaufbau mit seiner Kamera festhielt. Seltene Einblicke in die Stadtgeschichte werden hier dem Betrachter neu erschlossen. Zu sehen sind das Café Funke am Alten Markt, viele Baulücken, die das Stadtbild prägten und daneben auch noch Trümmergrundstücke. Auch Neubauten wie die Berufsschule, das Neptunhaus und die luth. Kirche hielt er im Bild fest. Zum Schluss wird der Neubau des Emder Rathauses gezeigt. Zu sehen war dieser Bildfilm am Museumstag 2011 im Bunkermuseum.
 
  Emden 1940 - 1947, Dietrich Janßen, 2011
 Am Museumstag 2010 wurde im Bunkermuseum dieser Bildfilm gezeigt, der zu Anfang Farbaufnahmen der unzerstörten Stadt zeigt und im weiteren Verlauf wird die langsame Zerstörung Emdens durch die vielen Bombenangriffe deutlich vor Augen geführt. Bei Kriegsende waren 78% des "Vendig des Nordens" zerstört und eine graue Trümmerlandschaft blieb übrig. Ein Panorama, aufgenommen von dem Balkon der Commerzbank zeigt die totale Zerstörung. Lorenbahnen durchziehen das Stadtgebiet. Trotz allen, das Leben ging weiter.
 
  Rettungsstelle Emden, Dietrich Janßen, 2010
 Die ehemalige Rettungsstelle wurde am 12. Oktober 1941 fertig gestellt und sie befindet sich hinter dem Gebäude der Allgemeinen Ortskrankenkasse in der Straße Zwischen beiden Bleichen. In dem Bunker befand sich neben 300 Sitzplätzen auch ein Operationssaal, in dem Verletzte behandelt werden konnten. Im Februar 2008 habe ich den Bunker besichtigt und es befindet sich dort noch die komplette Belüftungsanlage, die in den anderen Emder Bunkern kurz nach Kriegsende ausgebaut wurde. Auch die sanitären Anlagen sind noch vorhanden. Leider stehen einige Bereich des Bunkers unter Wasser, welches die Zugänglichkeit erschwerte.
 
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  Stand: 2016-09-18